Möglichkeiten möglich machen

Jetzt ist es so weit! Es ist vollbracht. Das Ding steht :D

Die Philip Quaque Boys School hat eine eigene Schulbibliothek!

Bis ich diesen Satz aufrichtig formulieren konnte, hat es ein wenig gedauert…Und genau diesen langwierigen Prozess möchte ich euch beschreiben, Euch die mir und meiner Idee Vertrauen geschenkt haben.

Alles fing an mit einem Spendenaufruf.
Ich stieß auf mehr offene Ohren als erwartet, was mich nach wie vor, wenn ich den Raum betrete, beeindruckt. Sich selbst als jemanden betrachten zu können, der aus dieser Distanz in der Lage ist zu helfen, finde ich unglaublich. Sich angesprochen fühlen, dass war das Wichtige. Und das haben viele. Und würdet ihr, meine Unterstützer, in einer meiner Stunden sitzen, hättet ihr ein „CLAP FOR THEM“ sicher. Also nochmals jedem einzelnen von euch vielen Dank. Und diesmal bitte auch angesprochen fühlen ;)

Nach anderthalb Monaten war es dann auch meiner Organisation möglich mir genügend Geld zu überweisen um die ersten Schritte auf dem Pfad der Umsetzung zu gehen. Ich hatte großes Glück, da ein sehr guter Freund von mir Zimmermann ist. Da war die erste Schwierigkeit, dass ich den „Obruni-Preis-Bonus“ erhalte schon mal beseitigt. Am Anfang hatte ich ein bisschen Bedenken, weil Geschäft und Freundschaft ja immer ein sehr schmaler Grad sind…aber ich hatte wie so oft unglaubliches Glück . Nicht nur das Nana mit mir alle Erledigungen absprach oder gemeinsam unternahm, nein er sorgte auch für ein schnellstmögliche Umsetzung. Am Anfang wollte er das ich den Auftrag seinem Bruder gebe, nachdem wir aber beide merkten, dass es selbigem an Seriosität fehlte, nahm er das Ruder wieder in die Hand.

Ich hatte witzige trilinguale Gespräche mit muslimischen Holzhändlern…muslimisch erwähne ich extra, weil es uns zweimal vergönnt war äußerst ungelegen zu kommen und somit auf den sich gerade beim Beten befindenden Geschäftspartner zu warten. Als es dann zu dem Geschäft kam, wurde gefeilscht, was das Zeug hielt. Über 150 Cedi konnten Nanas Fanti und mein breites hoffentlich eher nett als beängstigend wirkendes Lächeln rausschlagen. Am Ende hatten wir dann 40 lange Bretter aus feinstem Tropenholz  Der Plan war 7 wundervolle Bücherregale entstehen zu lassen…

Dazu muss einiges getan werden. Bretter schleppen, mit Insektizid behandeln, sägen, nageln, lackieren, kleben… Toll war das. Mein Lieblingsmoment war eindeutig der, als ich mit 7 Meter langem Brett den Weg vom Parkplatz runter zum Tel Aviv bestreiten musste und sämtliche Fischer, die gerade ihre Netze für den nächsten Tag präparierten, ein „ Thank you, Thank you“ entgegenriefen. Als ich dann an der letzten Hürde angekommen war, scheiterte ich auch noch sehr „elegant“ dank meines, in diesem Moment nicht ganz ausreichenden, räumlichen Sehvermögen. Ich war vorne schon mit dem Brett um die Ecke, aber hatte den deutlich längeren Teil des Brettes hinter mir völlig außer Acht gelassen. Schwuppsdiwupps lag ich auf dem Arsch…Durch diese Aktion lernte ich von Nana das Wort für „tut mir überhaupt nicht leid“…Toll 

Durch die Komplikationen mit Nanas Bruder verzögerte sich der Bau der Regale ein wenig…Aber nach einem Monat waren sie dann fertig und wurden vom Tel Aviv in meine Schule gebracht. Da stellte sich dann heraus, dass der zu erst vorgesehene Raum, nur eine vorübergehende Lösung darstellen sollte. Da war sie wieder, die unbeschreibliche Dankbarkeit. Erst wurde ich nur halb informiert und dann hatten sie auch wieder gleich, bevor irgendein Dank überhaupt ausgesprochen wurde, Kritik für die Regale. Das Projekt ist für die Jungs und deswegen ist mir das Verhalten gehörig egal gewesen. Damit habe ich gelernt umzugehen.

Nach kurzer Diskussion mit dem Headmaster, durfte ich dann den echten Raum beziehen, so dass ein späterer Umzug nicht mehr nötig werden würde. Das war dann ein Moment, der jegliche Stereotypen aufbrechen würde…Es wurde innerhalb von 2 Stunden ein Klassenraum, der vollgemüllt war mit allem möglichen Zeug(leere Farbeimer ,Schläuche, ein Tisch der einer Schlachtbank nahe kam, Spaten, Schubkarren, kaputten Schulbänken,etc.), in einen leeren Raum mit Regalen verwandelt. So schnell geht das, wenn viele Hände mit anpacken.

Der nächste Schritt bestand dann daraus, den Raum zu putzen. Wieder ging das ruckizucki 
10 Schüler und los geht dat Schrubben!

Danach hatte ich noch eine sehr ermüdende Diskussion mit meiner stellvertretenden Headmistress. Sie war der Meinung, dass die Regale, so wie sie jetzt waren, nicht genügend Schutz bieten würden. Das Problem meiner Schule ist ja die Lage. Durch die Nähe zum Meer herrscht eine unglaubliche Luftfeuchtigkeit und die Seebrise tut auch ihr übriges. Da ich aber, nachdem sie es nach einiger Zeit geschafft hatte, mir einigermaßen plausibel zu erklären, warum eine einseitige Abdeckung der Regale wichtig ist, nicht den so häufig begangenen Fehler der Entwicklungszusammenarbeit begehen wollte, fügte ich mich ihrem Willen. Innerhalb eines Nachmittags hatten Nana und ich dann auch die Rückseite aller Regale abgedeckt.

So Regale waren da…was fehlt denn jetzt eigentlich noch? Nichts möchte der Laie meinen…Aber ich mit meinem unglaublichen Sachverstand erkannte das es auch Bücher braucht um eine Bibliothek zu schaffen 

Erstmal fragte ich wieder die Headmistress, wie es mit unserem momentanen Bücherbestand verhält. Ich war mir sicher das wir Unmengen von Büchern, verschlossen im Office in staubigen Kisten, hatten. Aber sie meinte diese Unmengen würden sich auf zwei Kisten beschränken. Also gut. Dann ran ans Telefon. Das einzig wirklich produktive an dieser Aktion war, dass ich herausgefunden habe, dass ghanaische Regierungsabteilungen grundsätzlich Sekretärinnen anstellen. Also ich hab zumindest mit sechs Damen telefoniert 

Ich wurde wie bei Asterix&Obelix von einer Abteilung in die nächste verwiesen, bis ich am Ende die Information bekam, dass man entweder Bücher nur verkaufen würde oder ich mich an die Verlage selbst wenden sollte 

Naja…Meine Hoffnung, welche unseren schon vorhandenen Bücherbestand betraf war noch nicht erloschen. Also fragte ich noch mal den Big Boss. Ja und der meinte dann, dass es da so einen Raum gebe…da müsste ich dann mal den verantwortlichen Lehrer der Primary School fragen. Ja und der zeigte mir dann auch die Kammer des…ähh der Bücher. Schulen mit verschlossenen, geheimen Räumen lassen bei mir immer so ne Hogwarts-Assoziation aufsteigen.

Da stand ich nun vor einem Raum, dessen Tür ich nur einen Spalt weit aufbekam und der gefüllt war mit Büchern, die mir bis zum Bauchnabel reichten( Es schien so, als ob jegliche Bücher der PQBS einfach wahllos in diesen Raum geschmissen wurden)…Ordentlich Material!! Sehr gut.

Und wieder schnappte ich mir eine handvoll Schüler und wies sie an die Bücher aus dem Raum zu schaffen, zu sortieren und in die Bibliothek zu befördern. Alles klappte semi-optimal :D

Was man nicht alles findet:Ein Klassenbuch von 1963

Irgendwie scheint ein Berg aus Büchern zum Klettern zu verleiten, so dass ich deutlich mehr als einmal erklären musste, dass die Bücher nicht besser würden, wenn man auf ihnen herumtrampelt. Das Sortieren artete in ein in ich-schmeiß-jedes-Buch-in-die-Schubkarre aus.
Und das Transportieren wurde als Schubkarrenrallye genutzt.
Ich musste überall sein. Da Anweisung geben, hier Fragen beantworten. Es war sehr erlebnisreich. Grundschüler davon abbringen Bücher zu stehlen, meine Jungs motivieren weiter zu machen und Jungs, die die Gelegenheit anderweitig nutzten, zurechtweisen.

Am Ende hatte ich einen gewaltigen Bücherhaufen in der Mitte der Bibliothek. Es dauerte zwei Tage alles zu sortieren…Und als es vollbracht war, fiel mir wieder ein, dass die Regale ja unterschiedlich groß waren. Ein Fach wie R.M.E.( Religious and Moral Education) viel zu viel Platz hatte und das Regal mit Storybooks völlig überfüllt war.

Nach einer Woche war dann auch dieser Missstand beseitigt und alles war fein sortiert.

Aber schon in dieser Zeit hielt ich die Bibliothek stets offen. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass immer mindestens 6 Schüler sich im gleichen Raum mit mir befanden und diesen auch nutzten. Ich nutzte meine letzten Stunden um mit jeder Klasse in die Bibliothek zu gehen.

Der schönste Moment war für mich eindeutig, als ein sehr alter Schüler( JHS 2, bei uns 8. Klasse, 22 Jahre alt) sich ein Buch aus der Abteilung für die 1.Klasse nahm und sich hinsetzte und las. Das Buch hatte acht Seiten auf denen jeweils eine sehr große kindliche Zeichnung war unter der sich ein grammatikalisch und sprachlich sehr einfacher Satz befand. Und besagter Schüler blickte angestrengt mit faltiger Stirn unter höchster Konzentration in dieses Buch. Er versuchte zu lesen. Er versuchte anzuwenden, was er in der Schule gelernt hatte. Und ihm war es nicht peinlich dieses Buch zu wählen…dieser Moment bestätigte mich noch einmal unglaublich…Das Projekt war eine sehr sehr gute Sache!

Später ließ ich noch Bänke und Tische bauen um den Kindern auch eine möglichst gute Lese/Arbeitsbedingungen zu schaffen.

TADAAAAAAA!

Und dieser ganze Prozess ist nur dank euch möglich geworden. Ihr könnt euch getrost auf die Schulter klopfen…Jeden Tag eine gute Tat…ihr nehmt das mehr als ernst. Die Bibliothek wird wahrscheinlich sogar noch ein bisschen länger gute Arbeit leisten ;)

DANKE!

Euer Jacob

PS: Der Bericht kommt jetzt erst, weil es mir irgendwie unangenehm war oder ich das Gefühl hatte es wäre nicht angemessen über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten. Es schien mir immer zu wenig, zu belanglos. Erst die Fertigstellung konnte dieses Gefühl beseitigen…Ich bitte um euer Verständnis.

Und ich dachte der Osterhase wäre der Coolste…

Ein weiser Mensch meinte einmal: „ Ich find das echt cool mit deinem Blog, ich bezweifle nur, dass du das bis zum Ende so kontinuierlich durchziehst.“ In meinem jugendlichen Leichtsinn antwortete ich trotzig, dass ich das auf jeden Fall machen würde… Okay die Zweifel waren berechtigt.

Aber egal. Jetzt habe ich mich mal wieder aufgerafft um mal ein bisschen auf mein Netbook einzuhacken.

Thema sollen diesmal die zweiten Ferien sein.
Ich habe in diesen Ferien mit der gleichen Truppe wie bei der letzten Reise beschlossen den letzten kleinen Rest, den wir von Ghana noch nicht gesehen hatten, zu entdecken.
Ziele waren also die Volta- und die Easternregion…haha wüüützüüg… Zu Easter in die Easternregion…
Grundsätzlich unterscheidet sich dieser Teil Ghanas ziemlich von dem, den wir auf unserer, im Nachhinein würde ich sie als Monstertour bezeichnen, letzten Reise gesehen haben. Alles ist auf Grund der Nähe zum Volta viel grüner. Es wirkte idyllischer auf mich und meiner Meinung begegneten uns die Menschen auch freundlicher als auf der letzten Reise. Keine Ahnung, ob das an uns oder an beiden Seiten gelegen hat.
In der Voltaregion waren die Highlights, dass Baden im Wasserfall, nachdem wir auf unserem Weg Mango-, Kakao –, und Kaffeeplantagen durchkreuzten und kurz vorher den höchsten Berg Ghanas bezwangen. Der ist ja an sich nicht hoch, aber bei dem tropischen Klima läuft man beim Aufstieg förmlich aus. Das zweite große Highlight war die Monkey Sanctury. Da ein geschütztes Gebiet Regenwald in dem drei große Gruppen Affen wohnen. Neben dran ist ein kleines Dorf, von dem in den Wald gelangt. Dieses Dorf ist ein wundervolles beispiel für gute Entwicklungszusammenarbeit. Die Menschen in dem Dorf nutzen die touristische Attraktion ihres mit Affen bevölkerten Waldes so clever, dass sie auf der einen Seite eine gute Einnahmequelle haben und gleichzeitig den Wald nicht beschädigen. Es ist touristisch ausgebaut aber nicht zu stark, dass es unnatürlich wirkt. Tolle Sache. Props an den Peacecorps.
Man geht also mit einem der Dorfbewohner in den Wald oder wie in unserem Fall, die am Wald gelegene Straße. Der Guide gibt ein pfeifendes, zischendes Geräusch von sich bei dem er den Mund so witzig verzieht, dass diese Verrenkungen ein Dèja Vu in mir hervorriefen.
Dann durften wir die Äffchen, während sie auf unsere Arme kletterten, klassischerweise mit Bananen füttern. Bis zu drei Affen verköstigte ich auf meinem Arm… Es war verdammt spannend und unterhaltsam sie dabei zu beobachten, weil man sieht warum behauptet wird, dass sie unsere nächsten Verwandten sind. Ich glaub ja nicht an Darwin, aber es soll ja Leute geben…:D

In der Easternregion haben wir dann den Umbrellastone, Wasserfälle über Wasserfälle, den botanischen Garten und die Stadt Koforidua, die angeblich die schönsten Frauen Ghanas beherbergen soll(also fand ich jetzt nicht so hervorstechend), besichtigt. Aber mein Lieblingstag war der Besuch in der Uni von Accra :D
Wisst ihr auch warum? Natürlich nicht. Erst einmal haben die ein total guten Buchladen da und zweitens hab ich richtig Bock aufs Studentenleben bekommen. Aber dat allertollste war die wahnsinnig hohe Quote an hübschen Frauen(Mal keine Schulmädchen oder voluminöse Marktfrauen ;) )…dat hatten wir so noch nicht gesehen.
Und ich glaube, dass sah man uns in dem Moment auch an xD! Ab auf ne Bank setzen und die Umwelt auf sich wirken lassen, hieß das Motto. Muss auch mal sein.

Mit diesen ganzen Dingen habe ich mich vom 12. bis zum 22. April beschäftigt. Dann kam Ostern. Von vornherein möchte ich behaupten, dass das glaube ich mein coolstes Ostern aller Zeiten war.
Zur Geschichte. Ich war 2 Tage vor Karfreitag von meiner Mentorin(die tolle Cynthia) eingeladen worden, sie zu Ostern bei ihrer Familie zu besuchen. Die Familie wohnt im schönen Mpraeso, welches sich im Norden der Easternregion befindet.
Als ich mich auf den Weg machte wurde mir bewusst, dass ich zum ersten Mal ganz alleine durch Ghana reisen würde. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es deutlich einfacher ist, als wenn 4 weiße Männer versuchen irgendwo hinzukommen…Komisch :D
Der Weg war 1a, weil ich immer coole Leute um mich rum hatte, die mich auf den besten Weg zu meinem Ziel gebracht haben. Als ich dann kurz vorm Ziel war, der Ort hatte den schönen Namen Nkawkaw, geriet ich in DEN Stau! Da ging nix. Ich konnte mich in einen Imbiss setzen, bestellen und aufessen und mein Taxi stand immer noch an der selben Stelle. Nachdem ich für die Strecke von 20 km genauso lange gebraucht hatte, wie für die 100 km Strecke, war ich auch schon angelangt. Was sich vor meinen Augen auf tat ließ sich zwar schon auf dem weg erahnen, aber in diesem Ausmaß…
Ich war auf der Partymeile angelangt. Loveparade und 1. Mai in einem. Musik, Essen, Menschen, Alkohol…überall. Ich rief in diesem Trubel Cynthia an und fragte wo ich hin müsse. Sie meinte zum Premier-Spot. Ich sollte einfach ein paar Leute fragen, die würden den Spot hier alle kennen. Na dann mal los. In fünf Minuten stand ich vor der In-Location! Ich rief sie wieder an und fragte wo sie sei. Sie meinte ich solle die Treppe hoch und zur Bar kommen. Das Ding war nur ich hatte noch meinen 70 Liter Rucksack auf…Mit nem Wanderrucksack im Club…ein weiterer Hacken auf meiner Löffel-Liste. Ich gab mein Bestes, gab aber auch ziemlich schnell auf als mir die Enge auf der Tanzfläche Erinnerungen aus Clubs in Cape Coast, wo Handys auch mal Beine bekommen können, hervorrief. Ich mag mein Tatonka nämlich . Nach ner halben Stunde warten und drei verputzten Würsten, kam dann auch Cynthia. Der Weg zu ihrem Haus, den ich in den nächsten Tagen gefühlte 100 Mal gehen sollte, war doch ein ganz schöner Marsch, der mir aber auch wieder die Größe dieses Festivals vor Augen führen sollte. Es gingen so viele Menschen wie kamen, Stau auf beiden Seiten…es war beeindruckend. So etwas hatte ich in Ghana bisher noch nicht gesehen. Geschafft von der langen Reise ging ich dann auch gleich ins Bett.
Ich wachte in einem Raum mit 3 Familienmitgliedern ihrer Familie auf. Ihrem Stiefbruder, Cousin und Bruder. Ich lernte auch ihren Sohn kennen, was echt schön war, weil ich bisher nur seinen Namen und Geschichten über ihn kannte. Außerdem benutze ich Hefte von ihm für meinen Unterricht. Ich aß Frühstück im Raum zwischen Küche und Wohnzimmer, einem Raum durch den jeder muss. Am Anfang kam es mir so vor, dass keiner doppelt vorbei lief, sondern jedes Mal ein anderer…Am Ende stellte sich heraus, dass ich mit 16 Menschen für kurze Zeit unter einem Dach lebte. Ich freundete mich ziemlich schnell mit dem stiefbruder an, der auf den äußerst seltenen Namen Kofi hört, gleichaltrig ist und zufälligerweise ein Student der Universität von Accra. Mit dem bin ich dann über den Tag Fußball gucken gegangen…Er Chelsea, ich Liverpool…Und am Abend hab ich dann mit im Spot angepackt. Erst ein bisschen die Bar vor Besoffenen befreit, dann Getränkekästen geschleppt und später leere Flaschen eingesammelt. Ich wäre mir blöd vorgekommen, hätte ich da hemmungslos gefeiert. Ich hatte aber dennoch meinen Spaß. Ich weiß zwar, dass das Tanzen im Club hier sehr schön aussieht, aber ich war noch nie so gerne Beobachter. Tanzen kann man ja auch hinter der Bar… Es war okay, wie es war und ich fand es einfach nur schön zu zusehen, wie alle feierten. Auf dem Nachhauseweg, trafen Kofi und ich dann noch einen Rapper namens Biscuit, den ich überzeugen wollte sich in Cake umzubenennen. Ich hatte das Gefühl, dass ich ihn überzeugte. Kuchen groß, Keks klein. Hol dir dein Stück vom Kuchen…was wenn du der Kuchen bist…also wenn dat nicht überzeugend ist, dann weiß ich auch nicht. Am nächsten tag hieß es dann, dass zu Ostern stattfindende Paragliding Festival zu besuchen…
Das war mal eine perverse Veranstaltung. Es flogen nur Weiße und die Zuschauer bestanden größten Teils aus Schwarzen. 100 Cedi kann sich halt kein Ghanaer leisten…für ein Spaß von 20 min.
Als ich da war flogen aber auch zwei African Americans. Da wurde gejohlt, gekreischt, geklatscht und gefeiert als der Brother oder die Sister sich in die Lüfte aufmachte. Das war wiederum echt klasse.
Später bin ich dann noch mit William, dem Sohn, wandern und klettern gegangen. Diesmal ganz ghanaisch…nur mit Flip-Flops 
Das war sehr cool, weil alle Menschen, die uns auf unserem Weg begegneten so unglaublich rumstöhnten. War gar nicht so anstrengend…wir trafen dann sogar noch zwei Gleichaltrige für William,10 Jahre, mit denen wir „unentdeckte“ Pfade begingen.
Später gings dann wieder in den Spot…schuften. Diesmal mit Schlägereien und einem wundervollen Trashtalk mit einem Ga( Menschen die in Accra geboren sind). Nachdem ich eine Weile mein Fanti zum Besten gegeben hatte, meinte er ich bräuchte ne Frau. Ein Pfiff und ich hatte eine Dame vor mir stehen. Er erklärte mir, während sie sich hinsetzte und genervt eine sms in ihr Handy eintippte, dass sie nur so tolll tanzen könnte, weil sie den „perfect-sized booty“ hätte. Nachdem ich nach seiner Einschätzung nicht angemessen auf seinen Verkupplungsversuch/Angebot reagierte, schnappte er ein und meinte, was besseres würde ich hier garantiert nicht finden. Ick feier den Typen. Und die Frau auch, weil sie ihn so geil links liegen ließ…ach ja.

Das war ein feines Ostern, viele Menschen, viel Guinness und ne Menge Musik. TOLL!

Ich hoffe euer Ostern war ähnlich…

Euer Jacob

Wie man den Spitznamen Mourinho bekommt

Bevor es losgeht ein paar Worte: Ich weiß das dieser Blog jetzt schon ziemlich lange vernachlässigt wurde, doch heute ist der Tag gekommen, an dem ich ihm meine volle Aufmerksamkeit schenke. Ich will mich jetzt auch gar nicht lange an Begründungen aufhalten und möchte euch nur sagen, dass es auch ein echt gutes Zeichen ist, da ich anscheinend sehr beschäftigt bin, wenn man länger nichts zu lesen bekommt.

So dann kann es ja jetzt losgehen. Den heutigen Blog möchte ich meiner Lieblingaufgabe, -beschäftigung und -projekt widmen.
Zur Vorgeschichte: Alles fing letztes Jahr im Dezember an. Einer meiner Schüler erzählte mir von einem Basketballturnier, an dem er gerne mit unserer Schule teilnehmen würde. Ja super…Dacht ich erst. Mein zweiter Name ist LeBrown…niiirrcht. Nach kurzem Überlegen, hab ich dann aber ja gesagt und ein Auswahltraining im Januar 2011 angekündigt.

Ziege geschlachtet, halb Ghana bereist, ein bisschen unterrichten… die Zeit verging schnell und der Tag des Auswahltrainings war gekommen. Zur PE-Time( Im Freitags, so etwas wie Sportunterricht) hab ich mir dann alle Jungs geschnappt und bin zu dem einzigen Basketballcourt den ich in ganz Cape Coast kenne gegangen, der Gott sei Dank ziemlich nahe an unserer Schule gelegen ist. Aus den ca. 30 Anwärtern habe ich dann 10 rausgefischt, was gar nicht so leicht war. Denn falsche Bescheidenheit gibt es an meiner Schule garantiert nicht. Jeder nennt sich in meinem Umkreis Michael Jordan und zeigt mir Dribblings ohne Ball. Der Satz „ I know how to play very well“, gewinnt mir mittlerweile auch nur noch ein müdes Lächeln ab. An sich kann nämlich keiner von denen spielen und du kannst froh sein wenn sie einigermaßen gut fangen können.

In der nächsten Woche lief dann auch gleich der Trainingsbetrieb an und es wurde ernst. Für mich bedeutete das ich Trainingsziele setzen, Trainingspläne erstellen und jeden Morgen um 5.30 aufstehen durfte ;) . Aber was tut man nicht alles für sein Team. Zusätzlich musste ich mir noch ordentlich Wissen über meine jetzt neuauserkorene Lieblingssportart aneignen. Mein Wissensstand war nämlich so wie das Spiegelbild eines Vampirs…Ich hatte keinen blassen Schimmer. Hinzu kommt noch, dass es wirklich sehr schwer ist ein Training zu organisieren. Materialienknappheit und Zeitmangel sind die großen Gegner. Zeitmangel aus dem Grund, dass die Kinder hier alle zum größten Teil nach der Schule arbeiten und somit einen Teil zum Familieneinkommen beisteuern. Und der Mangel an Materialien lässt sich ganz einfach ausdrücken: 2 Bälle für 12 Mann.
Jeder Tag war eine neue Herausforderung. Mal war ich zu sehr vorbereitet und enttäuscht das ich kaum etwas davon geschafft habe, mal hatte ich nichts vorbereitet und es waren alle da und begierig etwas zu lernen und mal war die Trainingsbeteiligung so gering, dass ich es auch als Privatstunde bezeichnen hätte können. Mein Training hat sich auch im Laufe des Monats stark gewandelt. Am Anfang habe ich mich noch sehr auf Kondition und Willensstärkung konzentriert um am Ende dann sehr technik- und taktiklastig zu arbeiten. Ich habe in den fast 2 Monaten des Trainings eigentlich so ziemlich alles mitgemacht, was nur so geht. Große Motivationsreden gehalten, Disziplinarische Appelle von mir gegeben, mit Eltern diskutiert, das Training vor Kollegen verteidigt und mich vor meine Spieler gestellt um sie vor meiner Meinung nach unbegründeten Prügelstrafen zu beschützen.

Ich hab einige schöne Anekdoten für meinen Trainingsablauf. Zum Beispiel wäre da ein legendäres Testspiel, bei dem sich erst meine Spieler untereinander aufs übelste beschimpft haben. Der Anlass war ein unbefriedigendes Passspiel…Und zum Schluss wollte mein Center sich noch mit dem generischen Verteidiger prügeln, weil dieser mit dem Fuss nach dem am Boden liegenden Ball getreten habe.

Das Turnier rückte immer näher und ich kam immer mehr in Kontakt mit den Organisatoren.
Das war Hoops Care International, die auch den Court gebaut hatten. Zusammenfassend kann ich von dieser Organisation nur sagen, dass sie eine der wenigen sinnvollen Entwicklungszusammenarbeitsprojekte( Watt ein langet Wort) ist, die ich in meinem jetzt schon 6-monatigen Aufenthalt so kennengelernt habe. Die geben Kindern, egal welchen Geschlechts, aller Altersklassen von Montags bis Freitags von 16 bis 18 Uhr die Möglichkeit das Basketballspielen zu trainieren. Aus eigener Erfahrung kann ich jetzt behaupten, dass das echt ne Leistung ist.

Eine Woche vor dem Vorturnier wurde mir mitgeteilt, dass jede Mannschaft aus 12 Spielern bestehen sollte. Ja das war wieder mal so eine dolle Überraschung. Hey aber man nennt mich nicht umsonst Meister der Spontaneinfälle. Schwuppsdiwupps stand das Team. !2 Jungen im Alter von 12-18 Jahren. Einer cooler als der andere und einfach ein wahnsinnig witziger und chaotischer Haufen. Und ich als Coach. Also lasst die Spiele beginnen…

Unser erstes Turnier sollte ein Vorturnier darstellen, bei dem Hoops feststellen wollte, ob alle Teilnehmer auch wirklich fähig sind zu kommen. Das richtige Turnier sollte dann 2 Wochen später stattfinden und vom Teufel höchst persönlich organisiert werden. NESTLÉ!!! Die sind nämlich hier ganz fett im Kakaogeschäft und haben es geschafft, dass selbst in Schulbüchern nich Kakao steht, sondern Milo( der Kakao vom Teufel).
DAS Turnier hieß MILO JUNIOR BASKETBALL TOURNAMENT. Aber das sollte ja noch ein wenig dauern.

Am Morgen des Turniertages hatte ich noch ein Abschlusstraining angeordnet. Dabei sollten wir auch noch mal ein Testspiel haben und alle erlernten Techniken noch einmal anwenden können. Lasst es mich kurz sagen: Es war eine Blamage. Ich habe die Jungs noch nie so selbstgefällig und eigensinnig spielen sehen. Jeder dachte er ist der Mann. Ich bin so wütend geworden. Habe nur ein- und ausgewechselt, aber es half alles nichts. Wir verloren haushoch gegen eine eigentlich unterlegen Mannschaft. Dementsprechend war dann auch meine Vorfreude auf das Turnier…Aber ich war ja vorbereitet. Haha. 1 Stunde vor Beginn des Turniers berief ich noch mal alle Jungs in einen leerstehenden Klassenraum. Ich verteilte die Trikots und hielt eine Rede. Ich versuchte sie heiß zumachen und ihnen die Bedeutung des Turniers nahe zu bringen.
Im Turnier sollte ich dann sehen, dass es funktionierte. Sie waren wie ein Rudel Wölfe…genau wie ich es verlangt hatte. Dennoch verloren wir das erste Spiel gegen St. Nicholas( dem späteren Turniersieger) auf Grund eines 16-jährigen der einen Kopf größer als ich war…und dazu noch den schönen Namen Mutumbo trägt. Aber das nur knapp. Das zweite Spiel gegen Ekem Ferguson hingegen spielten die Jungs überragend und gewannen verdient.
Da die Gruppen aber nur aus drei Mannschaften bestanden, wurden wir leider nur Gruppenzweiter und mussten somit gegen die Jubilee School, den Favoriten, ran. Da wir aber 3h Pause hatten, waren alle nicht so wach und wir wurden förmlich überrannt. Am Ende gewann aber St. Nicholas dank des überragenden 2 Meter Mannes.

Dieses Turnier hatte mich echt weiter gebracht und ich konnte klar unsere Schwachstellen definieren. ABSCHLUSSSCHWÄCHE! Wir hatten die beste Defense, die unglaublichsten Rebounder und das beste Teamplay im Turnier, aber es ging halt nur jeder zehnte Wurf rein.
Die nächsten zwei Wochen habe ich ganz klar darauf wert gelegt.

FREITAG, der 11.MÄRZ 2011.MILOTURNIER.
Der Tag war gekommen. 2 Monate Training. Alles für diesen Moment.
Das ganze Ding war ganz groß aufgezogen. Über 20 Fahnenmasten von Milo, ein riesiger Milotank, der die Kinder mit Milo versorgen sollte und ein DJ-Zelt, welches über die Klänge, die aus den 10 Riesenboxen am Rande des Feldes erschallen würden, bestimmen. Es wurde getanzt, getrunken und Basketball gespielt. Diesmal hieß die Gruppe Mfantsepim, St. Nicholas und Philip Quaque Boys(ICH). Erstes Spiel sollten wir gegen Mfantsepim sein. Das ist die ehemalige Schule Kofi Annans…und die Schule mit den coolsten Schuluniformen(Rotes Nadelstreifen Hemd und Schwarze Anzugshose;)). Und zusätzlich hat die Schule noch den besten Sportplatz von Cape Coast…Es stand fest, dass das kein einfacher Marsch wird. Aufwärmen, Einschwören und den PQBS- Kampfschrei abgeben und los ging es. Es war ein Fest…was MEINE Mannschaft da ablieferte. Ein Ding nach dem anderen ging rein. All das Training machte sich bezahlt. Ewig wiederholte Dinge klappten jetzt auch im schlaf. Lay ups, Fast Breaks und Dreier… ich strahlte über beide Backen wie der Joker. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Abschlussschwäche? Was ist das?
Ich beglückwünschte meine Spieler, aber machte sie darauf aufmerksam, dass DIE Mannschaft ja noch auf uns warten würde. Nach 1 Stunde war es dann wieder Zeit für uns. Und kurz vor dem Spiel hatte ich noch einen wundervollen Moment. Ich war fertig mit der Rede, das Aufwärmen lag auch bereits hinter uns und ich wollte gerade hoch zum Spielfeld gehen, da riefen meine Spieler ich sollte noch den Spruch sagen. Wie schön. Tradition ist doch manchmal echt was feines.
Also alle Hände in die Mitte: PQBS! WE SCORE THE REST! NO MORE NO LESS!AHUUU
Das Spiel lief echt nicht schlecht, aber Mutumbo war in Bestform und meine beiden Verteidiger kriegten ihn einfach nicht unter Kontrolle…Wir verloren, waren aber dennoch weiter.
Und unser Gegner hieß, wie letztes Mal Jubilee…
Das Spiel begann und Jubilee ging ziemlich schnell in Führung und unser altes Problem kam wieder. Es stand 9 zu 4 und da gab es einen Moment, der alles hätte drehen können. Mein Center verwandelte aus halbrechter Position einen Dreier. Spielstand: 9:7. Aber die Euphorie über den traumhaften Treffer war unsere Achillesferse. Und zusätzlich der Wecker für Jubilee. Die fingen auf einmal an uns wahnsinnig gegen die Wand zu spielen und gewannen am Ende mit 14: 9. Der Turniersieg sollte auch an selbige gehen. Diesmal hieß der Star des Turniers Victor White, ein 15-Jähriger Nigerianer, der der Trendsetter unter den Spielern ist. Der hat den weiße-Leggins-unter-die-Basketballhose-ziehen-Trend ausgelöst. Der Typ mit dem wahrscheinlich Seltsamsten Körper-Bein-Verhältnis, was ich je gesehen habe. Beine bis zum Boden oder wie man so schön sagt.

Gut also Erster wurde also Jubilee und zweiter wurde St. Nicholas…wer ist also Dritter?
Genau darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Ich stand am Spielfeldrand und fotografierte das Team während der Siegerverleihung. Da kam aus den Boxen: „And the third Place goes to….PHILIP QUAQUE!!!!
WAAAS? WIE GEIL! Wir hatten den dritten Platz gemacht. Ich bekam wieder mein Dauergrinsen. Wundervoll. Der Ruhm war ja nicht alles, was wir bekamen;)Dazu gab es noch eine Urkunde, 2 Große Kisten mit Instant-Nudeln und Schokobonbons von wem…von Milo natürlich:D. Uhuuuund 100 OCKEN auf die Kralle. Ja Sika Sika. Das war echt ein Erfolg.

Am Ende kamen dann noch die Veranstalter zu mir und meinten, dass mein Team echt über alle Erwartungen hinausgeschossen wäre und dass ich in so kurzer Zeit so ein Team aufgebaut hätte, wäre echt ne Leistung. Meine Brust schwoll und schwoll…Ich hatte alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt, hatte aus einem losen Haufen ein Team geformt und war dazu noch erfolgreich…Das war ein Gefühl sag ich euch. Das war auf jeden Fall einer meiner schönsten Tage in den letzten 6 Monaten.
Aber mein größter Dank geht natürlich an das Team:

Essien: Das Monster in der Defense, der Rebounder himself und der Typ der Stirnband tragen wieder cool macht…ach und zusätzlich auch mein Kapitän

Anane: Die große Diva. Beste Leistung, schönste Treffer und der Einzige an dem sich Mutumbo die Zähne ausgebissen hat

Philip Dadzie: Der Papa vom Team und der kongeniale Partner von Essien. In der Luft ist er die Macht.

Amos: Der Flügelflitzer. Vom Chancentod zum besten Scorer…und springen kann der;)

Kuenyinga: Der Star-Dribbler des Teams, auch Zauber-Zwerg genannt. Keiner lag so oft auf dem Boden :D

Marfo: Style ist geil und seltsame Würfe auch. Ein super schneller Dribbler und Läufer…manchmal auch für sich selbst zu schnell.

Kofi: Der Schachspieler.Genialer Passspieler. Die Ruhe in Person…manchmal zu schüchtern.

Acquaye: Das cholerische Kampfschwein. Bodyless-Sport ist wo anders :D

Philip Quagraine: Das Kücken. Immer bemüht, aber halt oft zu klein…

Joshua: Mr. Threepoints. Keiner sieht lustloser aus  , ist aber alles nur Tarnung.

Ampofo: Der Sturkopf. Ist aber manchmal gar nicht so schlecht…

Acheampong: Ohne Uhr gibt es ihn nicht. Der Einwechselspieler. Immer motiviert.

Alle zwölf tolle Typen! Ich könnte ewige Lobeshymnen auf die Jungs halten, aber das würde hier ja eh keiner nachvollziehen können, deswegen belasse ich es dabei.

Ach übrigens: Ich steh jetzt voll auf Basketball;)

Vielen Dank für euere Aufmerksamkeit

Der Jaccy

Von lachenden Menschen, fliegenden Hunden und Pumba

Na wer hat denn da beim Herrn Springer so gut aufgepasst. Eine Überschrift, die die gesamte Regenbogenpresse vor Neid erblassen lassen würde!

Aber eigentlich wollte ich ja nur eine Fortsetzung schreiben. Eigentlich…

Dann geht’s gleich mal los mit der 2. Geschichte. In der möchte ich euch von meinen Erlebnissen in der Stadt Tamale berichten (bei Tamale muss ich immer an den Song von Mr. Vegas denken…geht euch das auch so?). Paar Fakten zu Tamale: 4. größte Stadt in Ghana, Hauptstadt der Northern Region und Ausgangspunkt für jegliche Unternehmungen/Geschäfte im nördlichen Teil Ghanas. Tamale an sich hat nicht so viel zu bieten… Die Zentralmoschee fällt nicht gerade durch ihre Architektur oder Lage auf, der Markt unterscheidet sich nicht wirklich von anderen und der Chiefs Palace ist sogar im Vergleich zu dem in Cape Coast ein Witz. Aber das alles macht ja nicht wirklich die Schönheit einer Stadt aus. Nein. Es sind immer die Menschen. Natürlich kann ich nicht pauschalisieren, was die Bevölkerung von Tamale angeht, dennoch muss ich sagen, dass ich bisher in Ghana, noch nie so viele nette und lustige Bekanntschaften gemacht. In so kurzer Zeit und das auch immer ohne Hintergedanken…Das ist das beeindruckende!
Zum einen wäre da ein Typ, der, als wir gerade enttäuscht vom Chiefs Palace zurückkehrten( der ist wirklich lächerlich), auf uns zu kam. Als er direkt vor uns Stand öffnete er seine Hand und ließ uns einen Blick auf den Inhalt werfen. Er hatte 3 silbrig glänzende Steine in seiner Hand. Wir fragten natürlich interessiert, was es mit diesen Steinen auf sich hatte. Er blickte uns nicht einmal an, sondern zeigte nur immer wieder auf seine Handinnenfläche, auf der sich immer noch die Steine befanden. Erneutes Nachfragen änderte auch nichts an seiner Reaktion. Nach einer Minute schloss er dann seine Hand und machte eine Geste, die unmissverständlich war. Es waren SEINE Steine. Als er das getan hatte, machte er kehrt und ging in die Richtung aus der er gekommen war. Das war alles. Ich fand das super witzig…Ich hoffe mir ist es gelungen bei euch auch ein einigermaßen witziges Bild zu erschaffen. Wir erwarteten großes und es war eine ganz einfache Botschaft.
Zum anderen wären da unterschiedlichste Leute, die in spontane Lachanfälle verfielen. Ein Taxifahrer( der aussah wie ne gefährlich Variante von Wesley Snipes in Blade), der sich über geistig verwirrte Menschen, die mit uns in der einheimischen Sprache versuchten zu kommunizieren, köstlich amüsierte oder aber auch Eisverkäufer, die sich nicht mehr einbekommen, weil sie die von uns gewünschte Eissorte nicht mehr im Angebot haben. Ich sag euch jede einzelne Situation war ein Highlight.
Aber DAS Tamale Highlight setzte Fabian! Sorry, lieber Fabian, aber das muss erzählt werden…Ich hoffe du verzeihst mir( Schalke ist auch die Macht, okay?)
Also um das zu verstehen, benötigt man ein paar Zusatzinformationen. Die Menschen im Norden sind für ihren besonderen Bezug zu ihrer Tradition bekannt. Damit meine ich, dass man mehr Menschen traditionelle Kleidung tragen sieht als zum Beispiel in Cape Coast. Dadurch, dass das da viele tragen, kann man diese Bekleidung auch dort relativ einfach auf dem Markt erwerben. Ja und Fabian und ich hatten genau das vor. Bei den Ständen viel mir die Entscheidung ziemlich schwer. Ich hatte die Wahl zwischen einem sehr ehrwürdigen Gewand, dass bis zu den Fußknöcheln reicht und einem Oberteil, dass der Länge eines T-Shirts sehr nahe kommt.
Bei mir gewann am Ende das Kurze und bei Fabian das Lange. In unserem Guesthouse angekommen, zogen wir auch gleich unsere neuerworbenen Schätze an, tauschten sie und freuten uns riesig.

Wir hatten schon in der Stadt den Plan gehabt, nachdem wir in unserem Guesthouse angekommen waren, uns eine kühle Fanta in der Guesthouse internen Bar zu gönnen.
Fabian war so begeistert von seinem Kauf, dass er es auch gleich gar nicht mehr ausziehen wollte. Als wir in der Bar eintrafen, passierten wir den Tisch einer Gruppe Männer, die herzhaft loslachten als wir vorbeizogen. Im ersten Moment bezogen wir das nicht auf uns. Als dann aber ein Herr vom Nachbartisch herüberkam und uns unter großer Anstrengung nicht wieder loszulachen, mitteilte das Fabian ein Frauenkleid anhabe, war alles klar. Auf einmal bemerkten wir, wie unser gesamtes Umfeld von unserem bzw. Fabians Anblick erfreut war. Als dann noch die Kellnerin ankam um unsere Bestellung aufzunehmen und es überhaupt nicht hinbekam ein Wort zu formulieren ohne in lautes Lachen auszubrechen, wurde es auch dem sonst, was solche Sachen zumindest angeht, so dickhäutigen Fabian zu viel. Am meisten lachten aber zwei ältere Damen, die sich immer durch lautes Klatschen zwischen ihren langen Lachkaskaden bemerkbar machten…
Herrlich. Fabian hat das Teil dann übrigens umgetauscht.

Und noch ein Punkt. Die Frauen im Norden sind auch echt ein Hingucker Musste ich mal loswerden.

Zeit für meine dritte Story.
Die berichtet von meinem Aufenthalt in Techiman.
An sich war dieser Aufenthalt überhaupt nicht geplant, weil wir eigentlich vorhatten den Volta See in einer 3-tägigen Tour zu überqueren. Da die Fährgesellschaft irgendwelche Probleme mit ihrem Schiffchen hatten, fiel das für uns wortwörtlich ins Wasser…Muhahaha.
Deshalb entschieden wir uns in die Brong-Ahafo Region zu fahren. Im Reiseführer ist das, allein auf Grund ihrer Seitenanzahl, die touristisch unattraktivste Region. Aber ich glaube genau deswegen ist es so wunderbar gewesen ;)
Ja was kann man über Techiman erzählen…Kleine Autos, kleine asiatische Autos sind glaube ich, dass auffälligste in dieser Stadt. Bemerkt haben wir das, da wir im Laufe unserer Tour uns einen gewissen Blick für Autos mit geeignet großen Kofferräumen angeeignet haben. Es hat ganz schön gedauert bis wir eins gefunden haben… Und genau dieses Auto sollte unser großes Glück sein. Also nicht das Auto an sich, sondern eher der Fahrer. Er ist bis heute in meiner Handykontaktliste unter dem Namen DmXzibit zu finden. Das hat einen einfachen Grund: Er hat mit seiner Lache total an Mr. Pimp my Ride erinnert und auch von der Stimmlage. Dazu trug er dann noch wahnsinnig gerne den Hut aus dem Party Up Video… Tadaa geboren war sein Spitzname :D
Diesem netten, wirklich netten Herrn hatten wir nicht nur unser Guesthouse zu verdanken, sondern auch unseren Ausflug nach Tanoboase. Aber dazu komm ich später. Das Guesthouse zu dem uns DmXzibit geführt hat, war im Besitz seines Onkels. Ein Ghanaer der mit sieben Jahren nach LA gezogen ist und jetzt vor 2 Jahren nach Techiman zurückgekehrt ist um fett Business zu machen. Dem erzählten wir in einem unserer ersten Gespräche von unserer Liebe zum Akpeteschi( was das ist, müsstet ihr als eingefleischte Leser wissen ;) ). Und was war seine Reaktion darauf? „ Na dann Jungs, besorg ich uns für morgen mal ne Flasche… Mein Bruder produziert den Besten in ganz Techiman.“ In diesem Moment begann meine Liebe für diese Familie aufzublühen.
Am nächsten Tag sollte unsere Tour nach Tanoboase starten. Tanoboase ist die Heimat des Stammes der der Region ihren Namen verliehen hat. Das klingt jetzt erst einmal nicht so spannend…aber ihr werdet sehen.
Die Führung startete damit, das wir unseren Guide mit dem Taxi einsammeln mussten, um dann mit ihm zu dem geschichtsträchtigen Ort zu fahren. Dort angekommen, lauschten wir seinen Erzählungen vor einer großen Felswand und meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Als er seine erste lange Geschichte über den Ursprung des Stammes beendet hatte begann der coole Teil. Wir kletterten. Juhuuu.
Und da wurde mir erst die Unfassbarkeit dieses Orts bewusst. Es schien eine von Natur/Gott geschaffene Burg aus Felsen zu sein. Die Steine gaben seinen so wunderbaren Halt, dass es fast keine Felswand gab, die man nicht erklimmen konnte. Und dazu kam dann noch, dass der gesamte Himmel übersäht von schwarzen Punkten war. Das war keine Asche oder Fliegen…Nein…Das waren Flughunde! Der ganze Himmel war voll damit. Als einer von uns seine Begeisterung über dieses wahnsinnige Anzahl dieser Lebewesen kund tat, fragt uns der Guide, ob wir denn schon mal Flughund gegessen hätten. Die Antwort war nein. Wir fragten, ob ihm ein Lokal einfiele, wo man Flughund verköstigen könnte. DmXzibit, der uns die ganze Tour über begleitete, fügte noch hinzu , dass Fluggund echt „very tasty“ sei. Da meinte der Guide, er würde dafür sorgen, dass uns ein paar Flughunde geschossen werden würden…
Nach dem wir eine Felswand, die für den Test der Männlichkeit genutzt wurde, den Schildkrötenfelsen und den Altar gesehen hatten, war unsere Tour auch beendet und wir saßen wieder zu 6 im Taxi. Bevor wir losfuhren telefonierte der Guide angestrengt, um uns unseren Wunsch zu erfüllen. Nach nicht einmal 3 min. Fahrt hielt das Taxi und DmXzibit und Guide stiegen aus und liefen zurück, zu dem Weg der zur Felsenburg führte. 30 min. dauerte es, dann kamen sie mit einer großen, eindeutig gefüllten Plastiktüte wieder.
Ich für meinen Teil, weiß jetzt, dass ich frisch erlegte Flughunde nicht so appetitlich finde 
Geschmeckt hat er trotzdem ;) Da die Fruchtfresser sind, war es auch nicht verwunderlich, das Teile des Fleisches nach Papaya schmeckten. Zubereitet wurde das übrigens von DmXzibits Frau. Und dazu gab es den versprochenen Akpeteschi in einer 1,5l Flasche…Meine Liebe zu dieser Familie wurde in diesem Moment manifestiert. Techiman, oh, Techiman…

Damit wären wir am Ende angelangt…Fast!
Wenn da nicht der Wusch von einem gewissen Herrn wäre.
Ich halte es mal auf Grund der bisherigen Textlänge mal etwas kürzer…

Meine Raketen waren die Buschfeuer am Horizont.
Meine Straße war der Zeltplatz des größten Nationalpark Ghanas.
Meine Mitfeiernden waren Warzenschweine und Paviane.
Mein Essen war Pfeffersteak.
Mein Bleigießen war Pfeiferauchen.

Was passt nicht in die Reihe :D

Und Pumba ist gar nicht so süß wie alle denken ;)

Kojo Abakah

Jacob macht Reise, Reise wie Rammstein

Ja Wahnsinn. Der erste Blog im neuen Jahr….neee,so fang ich ganz sicher nicht an. Vorsätze? Keine!!! Ist doch alles super ;)
Ja lang ist es her, da füllte ich die Seite meine Blogs das letzte Mal. Aber jetzt wird es langsam mal Zeit.

Es ist viel passiert. Welch eine Überraschung. Ich hab eine wunderbare und sehr andere Schulweihnachtsfeier miterlebt, eine 3-wöchige Reise quer durch Ghana bestritten und den Anfang des 2. Schulterms auch schon wieder hinter mir. So da muss ich jetzt also kräftig filtern, dass ich hier nicht abschweife und womöglich noch langweile. Ich sehe gerade das der letzte Blog schon weit über einen Monat lang her ist. Eyeyey, watt bin ick ein faulet Sück 

Da die Weihnachtsfeier in der Schule schon echt legendär war möchte ich mit dieser beginnen.
Alles fing an einem Donnerstagmorgen um 6:10 Uhr an. Ich wurde von Noel( das männliche Pendant zu Cynthia) aus dem Bett geklingelt. In 15 min. treffen…Das hieß Beeilung für mich! Ich zog mich nur an und machte mich dann schleunigst zum Treffpunkt auf. Ich wurde mit dem Auto abgeholt und wir trafen die Erledigungen die für die Vorbereitung der Party von Nöten waren. Das hieß: Getränke und Ziege besorgen. Da Noel immer bemüht ist Praktisches mit Spaßigem zu verbinden, gönnten wir uns beim Kauf der Getränke auch noch einen „kleinen“ Magenbitter. Da ich an diesem Morgen unglaubliche Bauchschmerzen hatte, kam mir das nur gelegen :D
Zu diesem Zeitpunkt war es 6:50 Uhr. Always hardcore.
Dann holten wir noch die Ziege. Dieses „Holen“ erinnerte mich doch stark an einen Mafiafilm. Eine mit Kabeln gefesselte Ziege in nen Kofferraum schmeißen. Die Betonung liegt auf schmeißen. Wenn das Greenpeace wüsste…
An der Schule angekommen luden wir aus und bereiteten alles für den großen Akt vor.
Die Ziege bekam ihre letzten Schluck Wasser und dann…ja dann war sie auch schon im Ziegenhimmel. Sorry…
Die großen Schüler hatten dann die Aufgabe die Ziege von ihrem Fell zu entledigen. Das fand ich dann schon interessant, weil ich dachte das häuten doch ne ganz schöne Tortur gewesen wäre. Aber da wurde der Europäer mal wieder eines besseren belehrt. Benzin rüber und über Feuerchen halten( Für das Feuer wurde übrigens ne demolierte Schulbank in zerlegt…). Weg sind die ganzen Haare. Ganz einfach. Dann nahm Noel die Ziege noch aus und schnitt sie für die Lightsoup (für aufmerksame Leser meines Blogs ist jetzt schon klar was es geben wird) zurecht.
Danach hieß es erst einmal warten. Ein paar Magenbitter und die Zeit vergeht ganz schnell. Dank Noel, der der festen Überzeugung war das ich doch mit geschlachtet hätte, durfte ich dann auch noch die Schlachtermahlzeit mit vertilgen. Leber und Herz. Das Herz war dann doch ne Nummer zu groß für mich, wie ich beim Kauen bemerkte. Sehr zäh und kaum schluckbar und dazu noch die wundervollen Bauchschmerzen, ein Traum. Während ich würgte, verschlang Noel ein Teil nach dem anderen. Ich fühlte mich, wie ein verwöhntes Baby. Schluck. Runter damit. Das war ein Kampf sag ich euch. Nach einer Stunde war dann auch das Fufu fertig und wir aßen alle gemeinsam im Lehrerzimmer.

Fufu mit Zicklein

Da isses! Jacob’s Lieblingsessen^^

Es herrschte eine wundervolle lockere und fröhliche Atmosphäre. Ich war als ich Nachhause ging, so von einem so wahnsinnigen Glücksgefühl durchzogen, dass könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Seeeehr nice!

Das war die Weihnachtsfeier im Schnelldurchlauf. Das war nur ein Tag und jetzt soll will ich euch von drei Wochen erzählen. Okay…Ich wähle die drei schönsten Momente/Tage/Erlebnisse aus. Aber vorher geb ich euch erst einmal einen groben gesamt Überblick.
Also ich war genau 3 Wochen mit meinen liebenswerten Mitfreiwilligen(wie ich dieses Wort hasse) Jakob, Jasper und Fabian unterwegs. Auf unserer Tour sollten wir 7 von 10 Regionen(Ghana ist in Regions unterteilt so wie Big D in Bundesländer) durchfahren, von allen 7 die Hauptstädte besichtigen und Ghana von Norden bis Süden sehen. Die Tourstationen: Cape Coast- Bia NP-Takoradi-Axim-Kumasi-Tamale-Bolgatanga-Wa-Mole NP-Tamale-Techiman-Sunyani-Cape Coast
Die Tour

Meine erste Erzählung möchte ich dem 23.12. widmen. Dieser Tag war auserkoren worden um einer Krokodilbeschwörung beizuwohnen. Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns am fast südlichsten Zipfel Ghanas, in der wundervollen Strandkulisse von Axim, nachdem wir die Tage zuvor im Regenwald an der Grenze zur Elfenbeinküste verbracht hatten. Wir hatten unsagbar schönes grün und wahnsinnig rote und staubige Straßen gegen Palmen und Sand eingetauscht.
Die von uns anvisierte Beschwörung sollte in der Nähe von Prince’s Town, die Stadt welche eine der zwei deutschen/preußischen Sklavenburgen beherbergt, stattfinden. Nach kurzem Umherirren, dank der sich zum Touriguide berufen fühlenden Dorfbevölkerung, wurde uns mitgeteilt, das auf Grund von Problemen innerhalb des Dorfes keine Krokodilbeschwörung stattfinden würde. „Ja super“, dachte ich erst. Das war ein kleiner Stimmungsdämpfer. Aber nicht mit uns. Dann halt Prince’s Town Wir machten unserem Namen als Improvisationsmeister alle Ehre ;)
Da wir kein Bock auf eine erneute TroTro-Fahrt hatten, beschlossen wir am Strand entlangzugehen.

Das bedeutete Kletterpartien an schroffen Felswänden, langes Wandern im Sand unter glühender Sonne und actionreiches Baden im kraftvollen Atlantik. Die Wellen waren so wunderbar umwerfend. Die Besten bis jetzt. Und das Wandern war auch wahnsinnig schön, da wir am Rande eines wundervollen Palmenstreifen liefen. Das alles ließ das Jacob-Herz höher schlagen. Nachdem wir ungefähr 2h gelaufen und geklettert waren mit einer 1h Badepause, erreichten wir unser Ziel. Die Burg war im Vergleich zu dem Castle in Cape Coast echt klein. Es regte mich aber deutlich mehr zum Nachdenken an als damals mein Besuch im Castle. Darf man eine Sklavenburg zum Hostel umfunktionieren? Ist das moralisch nicht total verwerflich? Also ich bin auf jeden Fall gegen so eine Verdrehung der Bedeutung der Geschichte, was für mich diese Benutzung der Sklavenburg darstellt. Hinzu kam noch ein wahnsinnig provozierender, weil rassistischer und verfälschender Bericht eines Reporters( ich glaub der war von der Zeit). Das stimmte mich dann schon eher wieder wütend.
Da die Burg nicht so groß war, dauerte es auch nicht lange und wir gingen ins Dorf zurück. Mit einem heftigen Sonnenbrand begaben wir uns im wahrscheinlich coolsten Gefährt der gesamten Reise auf den Rückweg. Unser Gefährt war ein riesiger Truck mit der Ladefläche eine Pick-Ups in der sich die Fahrgäste hinsetzten konnten. Der Truck war nicht nur cool sondern auch die Strecke. Richtige Holperpiste. Man wurde so was von durchgeschüttelt, dass alle Ghanaer bei jedem heftigeren Huckel in ein lautes Gelächter verfielen. Dazu kam noch das die Äste der Bäume in Ladefläche hineinragten und wenn manPech einem eine gellende Ohrfeige verpassen konnten.

Fortsetzung folgt…